

Das von der FMH anerkannte und zertifizierte Fähigkeitsprogramm in Manueller Medizin SAMM existiert seit 1999 und führt zum Fähigkeitsausweis „Manuelle Medizin SAMM“. Es ist eine umfassende diagnostische und therapeutische Ausbildung in neuro-muskulo-skelettaler Schmerzmedizin.
Der Lehrgang «Manuelle Medizin SAMM» beinhaltet sieben viertägige Module sowie ein zweitägiges Integrationsmodul. Die Module können berufsbegleitend, verteilt auf zwei Jahre (bei Bedarf evtl. länger), absolviert werden. Der Unterricht ist in Theorie und Praxis unterteilt. Die gesamte Weiterbildung umfasst 30 Unterrichtstage und mindestens 60 Stunden Selbststudium. Vier Tage werden für klinische Demonstrationen eingesetzt.
Grundpfeiler für eine erfolgreiche Weiterbildung
Die Manuelle Medizin ist eine Handfertigkeit, die systematisch geübt werden muss. Darum ist das Üben und Repetieren der gelernten Techniken sowie das regelmässige Anwenden im Arbeitsalltag integraler Bestandteil der Ausbildung. Zudem wird erwartet, dass zwischen den einzelnen Modulen zwei Halbtage für praktisches Üben in Lerngruppen eingesetzt wird.

Voraussetzungen für den Fähigkeitsausweis
Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt erhalten den Fähigkeitsausweis «Manuelle Medizin SAMM» nach Erhalt des Facharzttitels FMH. Der Weiterbildungstitel „med. pract.“ ist kein Facharzttitel und genügt dieser Anforderung leider nicht. In solchen Fällen wird ein Diplom der SAMM ausgestellt, das aber nicht zur Abrechnung nach Tarmed berechtigt.